Kulturscheune Obernsees-neue Pächter

Die Kulturscheune Obernsees hat mit Daniela und Markus
Schmidt aus Mistelgau ein neues Pächterpaar.
Die beiden übernahmen
zum 1. Februar, zur Freude der Verantwortlichen des
Trägervereins der Kulturscheune (KSO), die erhoffte Neubelebung
in dem einzigartigen Gebäudekomplex. Der mutige Schritt
kann angesichts der um sich greifenden Schließungen von Gastronomiebetrieben,
vor allem mit Blick auf gestiegene Energiekosten,
Personalmangel und immer mehr um sich greifende
Bürokratie nicht hoch genug bewertet werden. Dies sieht auch
der beim Pressetermin anwesende Bürgermeister Karl Lappe
sowie Horst Grzonka als Vorsitzender des Trägervereins der Kulturscheune.
Bekanntlich ist die Gemeinde Mistelgau Eigentümer
des imposanten Gebäudekomplexes.
Die neuen Pächter: Mit der Entscheidung die Gaststätte der
Kulturscheune zu übernehmen, erfüllen sich die Eheleute einen
lang gehegten Traum „einmal als Selbständige“ eine Gaststätte
zu übernehmen. Seit 30 Jahren, so die beiden übereinstimmend,
haben wir darüber geredet. Als sie im September 2025 erfuhren,
dass die Kulturscheune frei wird, hieß die Devise „wenn nicht
jetzt oder nie“. Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung spielte
Sohn Yannik. Er war die treibende Kraft, so die Eltern, und hat
uns angespornt. „Wir haben uns das Haus angeschaut und uns
sofort entschieden“, so Markus Schmidt, weiter „Das ist unsere
Chance“. Die Familie ist dankbar, so eine großartig eingerichtete
Gaststätte mit all seinen Perspektiven und ohne finanziellen Aufwand
übernehmen zu können. Wir haben im Oktober den Pachtvertrag
mit einer jährlichen Kündigungsfrist geschlossen .
Ideale Voraussetzungen für Pächter: So sehen es Mistelgaus
Bürgermeister Karl Lappe und die Verantwortlichen und verweisen
auf ihre gleichlautenden Aussagen bei der Pächtersuche in
der Vergangenheit. Lappe freut sich über die Gewinnung der
neuen Pächter, die im Hauptort Mistelgau beheimatet sind. Als
wichtige Faktoren nannte er die Tourismuswerte der Region mit
Feriendorf mit seinen 51 Häusern, Therme und Wohnmobilstellplätzen,
nicht zu vergessen den an der Kulturscheune vorbeiführenden
Radweg sowie die Ferienwohnungen im Ort mit rund
25.000 Übernachtungen im Jahr. Viele dieser Gäste suchen ein
gastronomisches Angebot. Deshalb hat die KSO eine enorme
Bedeutung für die Gemeinde, so Lappe.
Essensangebot: Gekocht wird fränkisch, so Daniela Schmidt, die
in der Küche steht. Das reichhaltige Angebot bei warmen Speisen
von Schnitzel, Cordon Bleu über Currywurst, Scheunenburger
bis zur Spezialität der Wirtin, gebackene Rinderleber. Auch
Bauernschmaus bis zu Brotzeiten stehen auf der Speisekarte.
Öffnungszeiten: Die Kulturscheune ist am Montag, Donnerstag
und Freitag von 16 bis 22 Uhr, am Samstag von 14 bis 22 Uhr und
am Sonntag von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Dienstag und Mittwoch
sind Ruhetage. Telefonisch ist die KSO unter 09206/99 38 740
zu erreichen.
Foto und Text: Dieter Jenß