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Schloss Frankenhaag

Frankenhaag 1, 95490 Mistelgau

Schloss Frankenhaag wurde 1389 erstmals urkundlich erwähnt. Die Adelsfamilie derer von Haynold und derer von Lüschwitz wohnten auf dem Schloss, dass sie immer wieder ihren Bedürfnissen anpassten und baulich veränderten.


Ab 1723 war Schloss Frankenhaag in bürgerlichem Besitztum: unter Leitung mehrerer Wirtsfamilien aus Bayreuth beherbergte das Schloss ein attraktives Wirtshaus, das von den Bayreuther Bürgern über zwei Jahrhunderte hinweg als beliebtes "Naherholungsziel" aufgesucht wurde.


1994 erwarb die Familie des Malers Siebenhaar Schloss Frankenhaag. Die auf den ersten Blick und auch von Fachleuten sofort erkennbaren statischen Mängel machten zur Erhaltung der Bausubstanz eine grundlegende Sanierung dringend erforderlich. Mit der finanziellen Unterstützung des Denkmalschutzamtes, der Oberfrankenstiftung und des Landkreises Bayreuth wurden diese Baumaßnahmen über einen Zeitraum von 7 Jahren durchgeführt. Dabei wurde die historische Raumstruktur, soweit nachvollziehbar, wieder hergestellt und zu Nutzung für ein zeitgemäßes Arbeiten und Wohnen umgebaut.


2001 wurde Familie Siebenhaar für die Renovierung des Gebäudes der Schmuckziegel des Fränkischen-Schweiz-Vereins verliehen.


Der nun wieder der Öffentlichkeit zugängliche sogenannte "Blaue Saal" wird für kulturelle Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Konzerte, Dichterlesungen und Theater genutzt.

Schloss Truppach

Truppach 46, 95490 Mistelgau

Geruhsam eingebettet am Tor zur Fränkischen Schweiz liegt der Ort Truppach zwischen dem 516 m hohen Wachstein im Westen, dem Lehenberg im Süden und dem Marnstein in Nordwesten. Fast rundum wird das Truppachtal, gennant nach dem munteren Bach Truppach, der die Orte Truppach und Mengersdorf trennt, von bewaldeten Anhöhen geschützt.


Wer den Ort Truppach besucht, wird zunächst von dem fast vergessenen Truppacher Schloss begrüßt. Es ist ein rechteckiger, zweigeschossiger Schlossbau, mit vier an den Ecken gelegenen turmartigen Erkerausbauten, der aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt. Im Mittelalter war es eine wehrhafte Wasserburg, umgeben mit einem breiten Wassergraben und einem Pallisadenzaun, die einen guten Schutz gegen überraschende Angreifer boten sowie einer starken Wehrmauer hinter dem Graben. Geschichtlich ist uns bekannt, dass die Wasserburg zu Truppach schon 1380 im Besitze Conrad des Älteren von Christanz aus dem Hause Groß war. Sogar schon 1509 wird das edelfreie Geschlecht "de Trubaha", vermutlich Walpoten, erwähnt.


Am 4. Juli 1523 wurde die Burg, die als Ausgangspunkt der Reformation in diesem Gebiet bezeichnet wird, mit Wall und Graben von den Truppen des Schwäbischen Bundes zerstört, die annahmen, dass der damalige Besitzer der Burg Wolf Heinrich von Aufseß dem Raubritter Hans Thomas von Alsberg Unterschlupf gewährt hatte.


Ein Chronist berichtet, dass die vier charakteristischen Türmchen trotz der Brandschatzung erhalten blieben und dieses Schloss mit Hilfe des Bischofs von Bamberg, der das Bauholz bewilligte, später wieder aufgebaut wurde.


1792 erwirbt Friedrich von Vietinghoff, aus einem kurländischen Adelsgeschlecht stammend, das Schloss. Heute noch erinnert das Vietinghoffsche Wappen über dem Schlosseingang an diesen Besitzer. Ständig wechselten die Eigentümer, bis das Schloss 1830 in die Hände der überging, dessen Namen mit den Anfangsbuchstaben J G B im Vietinghoffschen Wappen zu lesen ist.


Über die weitere Geschichte des Schlosses liegt nichts mehr vor, denn ein späterer Besitzer soll die zahlreichen Auszeichnungen über die reiche Vergangenheit verbrannt haben. Heute ist das Schloss in Privatbesitz.